Immobilien im Ausland als Kapitalanlage kaufen
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Immobilien im Ausland als Kapitalanlage kaufen

Wer sein Geld mit möglichst hoher Sicherheit investieren möchte, steckt es nicht selten in Immobilien, denn sie gelten nicht ohne Grund als Betongold. Trotz vorübergehender Schwankungen am Markt sind sie erstaunlich wertbeständig und bieten darüber hinaus die Möglichkeit mithilfe von Mieteinnahmen eine Rendite zu erzielen. Käufer müssen sich dabei nicht auf den deutschen Markt beschränken, sondern können auch im Ausland in Immobilien investieren.

Attraktive Länder für den Immobilienkauf

Es gibt viele Gründe, aus denen sich Investoren oder Privatleute für eine Immobilie in einem anderen Land entscheiden. Manchmal haben sie einfach nur ein besonderes Faible für eine andere Nation und möchten selbst gerne jedes Jahr dorthin in den Urlaub fahren. Während der restlichen Zeit vermieten sie das Objekt dann einfach an andere Touristen. Hinzu kommt, dass in einigen Ländern die Preise für den Immobilienkauf deutlich niedriger liegen als in Deutschland. Das ist zum Beispiel in Schweden oder in Spanien der Fall. Manchmal spielen aber auch steuerliche Gründe eine Rolle.

Mallorca – die Sonneninsel im Mittelmeer

Die spanische Baleareninsel ist ein beliebtes Reiseziel zahlreicher deutscher Urlauber und bietet einen relativ stabilen Immobilienmarkt. Des Weiteren ist es dort in der Regel kein Problem einen Mieter für seine Objekte zu finden. Das Häuser-Kaufen auf Mallorca hat aber noch weitere Vorteile, denn solche Immobilien können in der Rente gut als Altersdomizil genutzt werden und sind schon allein deswegen eine sinnvolle Investition. Die Lebenshaltungskosten sind auf Mallorca zumindest aktuell günstiger als in Deutschland, sodass es sich dort mit der Rente häufig besser leben lässt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn keine Miete gezahlt werden muss.

Schweden – ein Holzhaus im hohen Norden

Wer sich ein kleines Ferienhaus in Schweden kaufen möchte, kann aus einem großen Angebot an oft erstaunlich günstigen Objekten wählen. Nicht alle davon sind echte Schnäppchen. Manche sind stark renovierungsbedürftig oder haben kein fließendes Wasser. Darauf sollte bei der Auswahl also unbedingt geachtet werden, dennoch lassen sich in dem Land im hohen Norden mit etwas Geduld sehr günstige Häuser finden. Optimalerweise sollten die Immobilien wegen der möglichen Schäden nicht ohne Besichtigung gekauft werden.

Portugal – ein boomender Immobilienmarkt

In Portugal herrscht eine große Nachfrage nach Immobilien, denn nicht nur die Portugiesen selbst wollen dort Eigentum erwerben. Zusätzlich gibt es zahlreiche EU-Bürger, die das sonnige Land auf der portugiesischen Halbinsel zu ihrem Wohnsitz auserkoren haben. Hinzu kommt, dass Portugal seit einiger Zeit das sogenannte goldene Visum anbietet, das es Nicht-EU-Bürgern ermöglicht, nach fünf Jahren die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Es ist also kein Wunder, dass es so viele Menschen dorthin zieht.

Dubai – hohe steuerfreie Mieteinnahmen

Diese pulsierende Stadt lockt mit echten Luxusimmobilien, die sich in der Regel gewinnbringend vermieten lassen. Die Rendite ist sehr hoch und die Mieten steigen ständig weiter an. Hinzu kommt, dass Mieteinkünfte in Dubai nicht versteuert werden müssen. Für viele Investoren ist das Emirat am Persischen Golf aufgrund dessen ein echtes Paradies. Damit der Wert der Immobilie Bestand hat, sollten Käufer auf eine hohe Qualität der verwendeten Baumaterialien achten und auch den Standort genau in den Blick nehmen.

Was beim Immobilienkauf im Ausland zu beachten ist

Vor der Investition im Ausland sollten sich Käufer mit den gesetzlichen Regelungen vor Ort vertraut machen. Je nach Land können diese stark variieren und teilweise sogar den Immobilienerwerb unmöglich machen. In Indonesien ist Ausländern der Kauf einer Immobilie beispielsweise untersagt. In Dänemark können EU-Bürger in der Regel zwar Häuser kaufen, müssen dafür aber bestimmte Bedingungen erfüllen. Solchen Einschränkungen sollten sich Interessenten vor dem Kauf bewusst werden, damit es später nicht zum bösen Erwachen kommt. Am besten wenden sie sich an einen erfahrenen Immobilienmakler, der die Regelungen vor Ort genau kennt und auch weiß, welche Vorschriften für Ausländer gelten. Darüber hinaus sollten diese Punkte berücksichtigt werden:

  • Steuern: Ähnlich wie bei Immobilien in Deutschland fallen beim Kauf in vielen Ländern Steuern an. Sie kommen noch zum Kaufpreis hinzu und können sehr unterschiedlich ausfallen. Wer die Immobilie vermieten möchte, sollte sich außerdem mit der Versteuerung der Mieteinnahmen auseinandersetzen.
  • Nebenkosten: Neben den Steuern kommen weitere Nebenkosten auf den Käufer zu. Gegebenenfalls muss ein Notar oder ein Anwalt beauftragt werden.
  • Marktentwicklung: Nicht alle Märkte sind stabil. In manchen Ländern kann es zum Beispiel zur gefürchteten Immobilienblase kommen. Möglicherweise gibt es auch so starke Währungsschwankungen, dass das Objekt aufgrund dessen einen Wertverlust erleidet.
  • Finanzierung: Häufig können Immobilien nicht auf einen Schlag gezahlt werden. Die Finanzierung ist üblich, aber deutsche Banken vergeben für den Kauf im Ausland oftmals keine Kredite. Dementsprechend müssen sich Interessenten nach Alternativen vor Ort umschauen.
  • Sprachbarriere: Die Kommunikation mit den Verkäufern kann je nach Zielland schwierig sein und ist gegebenenfalls nur über einen Dolmetscher möglich. Der Kaufvertrag sollte möglichst von einem zertifizierten Übersetzer ins Deutsche umgeschrieben werden, sodass beide Parteien wissen, was sie unterzeichnen.
  • Besichtigung: Auf keinen Fall sollte die Immobilie ohne eine Besichtigung vor Ort gekauft werden. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Mängel noch vor dem Kauf entdeckt werden. Bei Zweifeln an den Angaben des Verkäufers kann möglicherweise ein Gutachter hinzugezogen werden.
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